Dreimal jährlich – jeweils am ersten Sonntag im März, Juli und November – finden Gottesdienste für Entschlafene statt. Im Hinblick darauf beten neuapostolische Christen dafür, dass unerlöst Verstorbene das Heil in Christus finden.
Gottes Erlösungswille umfasst alle Menschen. Jesus Christus ist Herr über die Lebenden und die Toten (Römer 14,9).
Bereits in der Gemeinde zu Korinth wurden Lebende für Tote getauft (Erster Korinther 15,29). Diese Praxis setzt sich in den Gottesdiensten für Entschlafene fort, die der Stammapostel und die Bezirksapostel durchführen: In ihnen empfangen zwei Amtsträger stellvertretend für die Verstorbenen die Heilige Wassertaufe, die Heilige Versiegelung und das Heilige Abendmahl. Die Sakramente werden in derselben Weise vollzogen wie sonst auch. In den übrigen Gemeinden wird nach der Feier des Heiligen Abendmahls in einem besonderen Gebet der Entschlafenen gedacht.
Die Gottesdienste für Entschlafene haben im neuapostolischen Kirchenjahr einen wichtigen Platz. Am Sonntag zuvor bereiten sich die Gemeinden im Gottesdienst darauf vor. Barmherzigkeit und Mitempfinden sollen zur Fürbitte für unerlöst Verstorbene anregen.